FAUST – Gugaruz (curated by Zappi W. Diermaier)

Faust – Gugaruz (curated by Zappi W. Diermaier) VÖ: 25.09.2026 Bureau B

Im Laufe der Jahre hat Faust viele Gestalten angenommen – so eigenständig wie die Finger einer Hand, und doch vereint wie die Hand, die sich zur Faust ballt. In dieser neuen LP-Reihe bei Bureau B (VÖ: 25.09.2026) präsentiert jedes noch lebende Mitglied der legendären Besetzung aus den Jahren 1971 bis 1974 seine ganz persönliche Interpretation des Faust-Mythos; ob allein oder in Zusammenarbeit mit anderen, es entsteht neues Material, das ihre heutige Vision dessen widerspiegelt, was Faust sein kann.

Werner „Zappi“ Diermaier hat über Jahrzehnte hinweg Spontaneität in eine einzigartige rhythmische Sprache kanalisiert – einen direkten, instinktiven und vitalen Beat, der aus jener kreativen Freiheit erwuchs, die seit jeher den Geist von Faust prägt. Genau dieser intuitive Ansatz bildet das Herzstück seiner neuen LP „Gugaruz“, die in Zusammenarbeit mit Dirk Dresselhaus (Schneider TM) und Elke Drapatz entstand – ein Album, das organisch aus gemeinsamen Erlebnissen, zufälligen Begegnungen und der Energie des kollektiven Zusammenspiels gewachsen ist. Der ungewöhnliche Ausgangspunkt des Projekts lag in einem vietnamesischen Restaurant: Diermaier deutete auf ein Stück eingelegten Babymais und rief „Gugaruz“ – ein österreichischer Dialektausdruck für Mais. Dieser kleine Moment löste eine Kettenreaktion von Ideen aus, die schließlich die Bildsprache, die Titel und die Klangwelt des Albums prägten. In der Küche zubereitetes Popcorn lieferte sowohl das Ausgangsmaterial für Field Recordings im Eröffnungsstück als auch die Inspiration für das Cover-Artwork; so etablierte sich ein Prozess, in dem alltägliche Klänge und Umgebungen zu integralen musikalischen Elementen wurden.

Auf dem gesamten Album fungiert Diermaiers Perkussion sowohl als Fundament als auch als treibende Kraft. Sein Spiel ist vollkommen intuitiv und entwickelt sich in Echtzeit durch Improvisation sowie das enge Zusammenspiel mit den anderen Musikern. Erste Sessions als Trio – mit Elke Drapatz an den Drum-Effekten und dem Trigger-Modul sowie Dirk Dresselhaus am Bass – wurden im Laufe anderthalb Tagen in Dresselhaus‘ Berliner ZONE-Studio aufgenommen, bevor Uwe Bastiansen und Ilpo Väisänen in Hamburg beziehungsweise Kuopio (Finnland) Overdubs beisteuerten. Die Musik fängt Momente so ein, wie sie entstanden sind, und bewahrt den ursprünglichen Impuls, anstatt ihn in vorgegebene Formen zu zwängen.

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