Ose

Aufgenommen im Juni 1978 während eines brütend heißen Pariser Sommers, fängt Oses „Adonia“ (Reissue: VÖ: 17.07.2026/Bureau B) eine seltene Verbindung von Intellekt, Fantasie und aufkommender Technologie ein. Mit gerade einmal 26 Jahren führte Hervé Picart drei parallele Leben: Er war Rhetorik- und Altphilologe, Journalist für die französische Musikpresse (insbesondere für Best) und Gitarrist/Bassist in progressiven Garagenbands. Immer mehr vom britischen Prog hin zu Keyboards und Synthesizern gezogen, begann er, sich eine räumlichere Musik vorzustellen, die irgendwo zwischen Pink Floyd, Tangerine Dream und Kraftwerk angesiedelt sein sollte. Diese Triangulation sollte „Adonia“ prägen.

Ose selbst war als Projekt mit variabler Geometrie konzipiert, das sich Konzeptalben widmete, wobei Erzählung und Komposition die Leitprinzipien bildeten. Picart stellte sich eine Plattform vor, die wechselnde Mitwirkende und literarische oder interplanetare Themen aufnehmen konnte. Für „Adonia“ entstand die Zusammenarbeit in seinem unmittelbaren Umfeld. Durch seine journalistische Tätigkeit hatte er Richard Pinhas von Heldon kennengelernt, einen akademischen Kollegen und Nachbarn im Pariser Quartier Latin.

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