Buch – Wie jeder weiss, ist das hier das nirgendwo

Vom Ende der Pop-Utopien

Mit Ende vierzig wird Peter Justen von der Zeit und dem Leben in der großen Stadt überrollt und zurück in die Gegend seiner Herkunft geworfen. Ein ungewolltes Comeback, das im wahrsten Sinne des Wortes nach hinten losgeht. Er hatte sich in der großen Stadt eine Welt aufgebaut, in der er sich wie ein Jemand fühlte. Eine Welt aus Liedern, Romanen, linker Theorie, Memoirs und Essays über Herkunft und Geschlecht, Manifesten zum Klimawandel, klugen Feuilleton-Beiträgen und langen Gesprächen über Popkultur in angesagten Bars, postdramatischen Theateraufführungen, japanischen Filmklassikern und aufrührenden Konzerten.

Dazu Begegnungen mit interessanten Künstlerinnen und kuriosen Hochstaplern, narzisstisch Gestörten und anregend Größenwahnsinnigen. Nun verblasste diese Welt und er war wieder der Niemand, als der er vor langer Zeit aufgebrochen war.

»Wie jeder weiß, ist das hier das Nirgendwo« ist ein melancholisch-komischer Roman über die Versprechen der Popkultur und die Frage, ob sie diese jemals eingelöst hat.

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»Das ist alles so kolossal gut beobachtet und geschrieben, und ich konnte das so gut nachempfinden. Selten hat jemand diesen Zwiespalt unserer ländlichen Herkunft und popkulturellen Prägung so auf den Punkt gebracht.«  – Jan Brandt

»Mit Vollgas durch den Pop-, Entwicklungs- und ­Bildungsroman – und zwar im Rückwärtsgang! So was geht nicht ohne Blutvergießen ab. Und da es sich um das heiße Herzblut eines kenntnisreichen, humorvollen, beseelten, stilsicheren Stuntman vom Schlage Maik Brüggemeyers handelt, feiert das vampirische Publikum – wir – ein wahres Bacchanal.« – Frank Schulz

Broschur
224 Seiten
6. März 2026

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