»Hier gibts nichts zu lesen, bitte weitergehen«
Ein unzuverlässiger Erzähler schreibt eine Biografie über einen Regisseur, dessen Filme er nicht mag, und scheitert. Ein fahrlässiger Psychotherapeut gibt unzureichende Ratschläge. Ein unschlüssiger Autor analysiert sich selbst und findet Unsicheres heraus. Bekannte Gesichter der Kulturwelt wie Gereon Klug, Rocko Schamoni, Anne-Sophie Mutter, Gunther Buskies, Martin Semmelrogge, Eckhard Henscheid, Ulrich Blumenbach oder Bernd Rauschenbach tauchen auf, einige als sie selbst, einige unter anderem Namen. Einer von ihnen stirbt (vielleicht).
»Little Woody Allen« ist ein literarisches Experiment, eine écriture automatique, ein improvisierter Roman und gleichzeitig ein schreiend komisches Buch, in dem Woody Allen nur eine Nebenrolle spielt, denn auch er scheitert: an der Verfilmung von Eckhard Henscheids »Die Vollidioten«, der sein letzter Film werden sollte, inszeniert in Itzehoe. Stattdessen erfahren wir etwas über die fünf Schauspieler in der Hand von King Kong, Arno Schmidts musikalische Vorlieben und sein Nagerproblem in Bargfeld, und die TV Personalities, die mit ihrem Song »Little Woody Allen« auch den Titel des Buches spendiert haben. Und das Buch gibt eine unzuverlässige Antwort auf die Frage: Wie viele Hitlers passen in ein Pferd?
»Seine gewitzten Fiktionen dockt Tex Rubinowitz gern an wahre Begebenheiten an, teils aus dem eigenen Leben, teils aus der Kulturgeschichte. Indem er diesen realen Momenten eine Bühne baut, hebt er sie aus den Zeitläuften heraus. Kurz: Er macht aus schnöder Allerweltswirklichkeit eine leuchtend lebendige. Das funktioniert nur, weil er ein begnadet guter Stilist ist.«
– Oliver Jungen (»Deutschlandfunk Kultur«) über Tex Rubinowitz‘ letzten Erzählband »Dreh den Mond um«
Broschur
ca. 200 Seiten
13 × 19,5 cm
Erscheint: 25. September 2026 / Ventil Verlag


